Ostern: Das Fest der Zuversicht und Hoffnung auf eine lebendige Zukunft

Melanie Wolfers am Ostersonntag in BR2. Eine Sendung von Rüdiger Offergeld

Datum/Zeit
17. April 2022
8:05 - 8:30


Juliane Koepcke erregte weltweite Aufmerksamkeit. Siebzehn Jahre alt, überlebte sie auf wunderbare Weise einen Flugzeugabsturz aus 3000 Metern Höhe über dem Regenwald in Peru. Elf Tage irrte sie durch den Dschungel, verletzt, ohne Nahrung, bis sie gefunden wurde. Ihre Lage war hoffnungslos, doch sie verzweifelte nicht. Statt Resignation erlebte sie Zuversicht, die unbeirrte Gewissheit, gerettet zu werden.
Steven Hawkins, der bekannteste Physiker seiner Zeit, war an einer unheilbaren Nervenkrankheit erkrankt, für die es keine Medikamente gibt. Sein Körper erstarrte allmählich, seine Muskeln schwanden, am Ende auch seine Stimme. Der Tod war ihm nah. Dennoch entwickelte er einen enormen Überlebenswillen, heiratete, hatte Kinder, wurde 76 Jähre alt. Genau das macht ihn als Beispiel für die Kraft der Zuversicht so interessant.
Gemeint ist die Kunst, in unerfreulichen und manchmal auch aussichtslosen Situationen die richtige zuversichtliche Haltung zum Leben zu finden. Wie können wir sie zurückgewinnen, wenn wir sie verloren haben? Dabei geht es nicht um eine naive Hoffnung, die sich die Dinge schönredet, sondern um eine Art von Zuversicht, die sich keine Illusionen über den Ernst der Lage macht. Ein zuversichtlicher Mensch nimmt sie nüchtern zur Kenntnis, trotzt der Angst zu versagen und nutzt die Spielräume, die sich ihm auftun.
Menschen mit einer spirituellen Lebenshaltung werden in diesem von Hoffnung und Zuversicht getragenen Leben eine religiöse Grunderfahrung wiedererkennen. Trotz aller Widrigkeiten des Lebens trägt uns eine innere Kraft, biblisch gesprochen, das göttliche Leben. Von ihr erzählt auch die Apostelgeschichte. Es ist die Kraft der Zuversicht, in der wir uns bewegen, leben und gehalten sind.

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